Wie hoch ist der Anteil nicht bestandener Röntgenschürzen in Ihrem Haus, und lässt sich dieser Wert mit anderen Abteilungen vergleichen? Die Fehlerquote berechnen Sie so: nicht bestandene Teile geteilt durch abschließend geprüfte Teile, mal 100. Nicht vorgefundene Artikel und unvollständige Prüfungen weisen Sie getrennt aus. Jedes physische Teil zählt nur einmal; Rock und Weste zählen getrennt.
Dieser Beitrag zeigt die Formel, ein erfundenes Rechenbeispiel und die Angaben, die einen Vergleich zwischen Prüfdurchgängen oder Abteilungen erst aussagekräftig machen.
Wichtigste Erkenntnisse
- Quote = nicht bestandene Teile / abschließend geprüfte Teile × 100.
- Nicht vorgefundene Artikel und unvollständige Prüfungen werden separat ausgewiesen.
- Jedes physische Teil zählt einmal, auch bei mehreren Mängeln; Rock und Weste zählen getrennt.
- Gesamtquoten entstehen aus summierten Stückzahlen, nicht aus gemittelten Prozentwerten.
- Eine höhere Quote belegt weder einen Herstellerfehler noch eine schlechtere Handhabung.
So berechnen Sie die Fehlerquote
- Legen Sie die Grundgesamtheit fest. Das sind alle für den Durchgang geplanten Teile, zum Beispiel eines Standorts, einer Abteilung oder eines Prüftermins.
- Bestimmen Sie die abschließend geprüften Teile. Sie bilden den Nenner der Quote. Teile mit offenem oder abgebrochenem Prüfvorgang gehören nicht dazu.
- Zählen Sie die nicht bestandenen Teile. Das ist der Zähler.
- Rechnen Sie: nicht bestandene Teile / abschließend geprüfte Teile × 100.
Zusätzlich nennen Sie die Abschlussquote: abschließend geprüfte Teile im Verhältnis zu den geplanten Teilen. Sie zeigt, wie vollständig der Durchgang war.
Zählregeln: Was zählt wie oft?
- Jedes physische Teil zählt einmal. Hat ein Teil mehrere Mängel, ist es trotzdem ein nicht bestandenes Teil.
- Rock und Weste zählen getrennt. Eine Kombination aus beiden sind zwei Teile.
- Nicht vorgefundene Artikel weisen Sie als eigene Zahl aus. Nicht vorgefunden bedeutet nicht automatisch defekt, entsorgt oder ausgemustert.
- Unvollständige Prüfungen weisen Sie ebenfalls separat aus.
Vermischen Sie diese Kategorien nicht in einer Kennzahl. Sonst steht unter derselben Quote Unterschiedliches.
Fiktives Rechenbeispiel
Angenommen, für einen Prüfdurchgang sind 200 Teile geplant. 180 davon werden abschließend geprüft, 18 bestehen nicht.
| Kennzahl | Rechnung | Ergebnis |
|---|---|---|
| Fehlerquote | 18 / 180 × 100 | 10 % |
| Abschlussquote | 180 / 200 × 100 | 90 % |
Die restlichen 20 Teile sind nicht abschließend geprüft. Ob sie nicht vorgefunden wurden oder die Prüfung unvollständig blieb, geben Sie getrennt an. Das Beispiel ist erfunden und dient nur der Rechnung.
Durchgänge und Abteilungen sinnvoll vergleichen
Ein Prozentwert allein reicht nicht. Nennen Sie immer die absoluten Stückzahlen daneben: geplante, abschließend geprüfte und nicht bestandene Teile. Ergänzen Sie den Kontext:
- Artikelalter: Wie alt sind die geprüften Teile?
- Nutzung: Wie und wie häufig werden sie eingesetzt?
- Artikelmix: Welche Anteile haben Röcke, Westen und andere Schutzmittel?
- Prüfverfahren: Wurde nach demselben Verfahren geprüft?
- Auswahl der Teile: Wurde der gesamte Bestand geprüft oder nur eine Auswahl, und nach welchem Kriterium?
Erst bei gleichen oder offengelegten Bedingungen sind zwei Quoten vergleichbar.

Gesamtquote richtig bilden
Möchten Sie mehrere Abteilungen oder Standorte zusammenfassen, summieren Sie zuerst die Stückzahlen. Addieren Sie alle nicht bestandenen Teile und alle abschließend geprüften Teile. Teilen Sie danach die Summen durcheinander und multiplizieren Sie mit 100.
Mitteln Sie nicht die einzelnen Prozentwerte. Sie würden kleine und große Abteilungen gleich gewichten und ein verzerrtes Bild erhalten.
Die Quote richtig einordnen
Eine höhere Fehlerquote beweist weder einen Herstellerfehler noch eine schlechtere Handhabung. Sie ist ein Anlass, die Hintergründe zu klären, etwa anhand von Alter, Nutzung und Artikelmix. Die Kennzahl dient der betrieblichen Auswertung und ist kein normativer Grenzwert. Die weitere Verwendung einzelner Teile richtet sich nach der fachlichen Bewertung des jeweiligen Befunds, unabhängig von der Gesamtquote.
Datenbasis: Inventarisierung und Prüfdokumentation
Für belastbare Zahlen brauchen Sie einen Bestand, in dem jedes Teil einen eigenen Datensatz hat, mit Standort, Abteilung, Zuständigkeit und Prüfstatus. PSA Verify ist die Managementplattform für diese Bestands- und Prüfdokumentation. Jedes physische Teil erhält eine eigene interne Artikel-ID. Seriennummer und gegebenenfalls RFID-Kennung ergänzen die Identifikation. Rock und Weste werden getrennt geführt und können als Kostüm kombiniert werden. Beide Teile können dieselbe Hersteller-Seriennummer tragen. Prüfergebnisse und Artikelhistorien stehen an einem Ort bereit.
Die Quote berechnen und bewerten Sie selbst; die physische Prüfung übernehmen qualifizierte Personen oder externe Prüfdienstleister. Die Plattform läuft im Browser ohne lokale Installation, das Hosting erfolgt DSGVO-konform in Deutschland.
Wenn Sie Bestand und Prüfdokumentation zentral führen möchten, informieren Sie sich über PSA Verify. Eine kostenlose Demo erhalten Sie auf Anfrage.
Häufige Fragen zur Fehlerquote
Wie berechnet man die Fehlerquote bei Röntgenschürzen?
Teilen Sie die nicht bestandenen Teile durch die abschließend geprüften Teile und multiplizieren Sie mit 100.
Zählen nicht vorgefundene Artikel zur Fehlerquote?
Nein. Sie werden separat ausgewiesen, ebenso unvollständige Prüfungen.
Wie zählt man Teile mit mehreren Mängeln?
Jedes physische Teil zählt nur einmal, unabhängig von der Zahl der Mängel. Rock und Weste zählen getrennt.
Was bedeutet die Abschlussquote?
Sie zeigt den Anteil abschließend geprüfter Teile an den geplanten Teilen. Im Beispiel sind es 180 von 200, also 90 %.
Wie vergleiche ich Abteilungen fair?
Nennen Sie absolute Stückzahlen sowie Artikelalter, Nutzung, Artikelmix, Prüfverfahren und die Auswahl der geprüften Teile. Eine Gesamtquote bilden Sie aus den summierten Stückzahlen, nicht aus gemittelten Prozentwerten.
Beweist eine hohe Quote einen Herstellerfehler?
Nein. Aus einer höheren Quote lässt sich weder ein Herstellerfehler noch eine schlechtere Handhabung ableiten.
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